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Shopify zu JTL-Wawi und JTL-Shop migrieren: Daten, Prozesse und SEO sicher übernehmen

Faymax-Consulting
JTL Umzug & Migration / Kommentare 0
Shopify kontrolliert durch JTL-Wawi und JTL-Shop ersetzen

Eine erfolgreiche Shopify-Migration verbindet Produktdaten, Warenwirtschaft und Verkaufsprozesse

Shopify ermöglicht einen vergleichsweise schnellen Einstieg in den Onlinehandel. Mit wachsendem Sortiment, mehreren Verkaufskanälen, komplexeren Lagerprozessen oder individuellen Anforderungen kann jedoch der Wunsch entstehen, JTL-Wawi als zentrale Warenwirtschaft und JTL-Shop als eng angebundenen Verkaufskanal einzusetzen.

Der Wechsel besteht nicht nur aus dem Export einer Shopify-CSV. Produkte, Varianten, Bilder, Kategorien, Metafelder, Kunden, Bestellungen, URLs, Apps und operative Abläufe müssen analysiert und in die passenden Strukturen von JTL-Wawi und JTL-Shop übertragen werden.

Ziel ist nicht, Shopify technisch nachzubauen. Die vorhandenen Daten und Funktionen werden bewertet und in eine dauerhaft pflegbare JTL-Umgebung überführt.

Warum Unternehmen von Shopify zu JTL wechseln

Ein Systemwechsel sollte ein konkretes technisches oder betriebliches Problem lösen.

Typische Gründe für eine Migration sind:

  • JTL-Wawi soll zur zentralen Daten- und Auftragsverwaltung werden.
  • Onlineshop und Marktplätze sollen gemeinsam gesteuert werden.
  • Bestände sollen kanalübergreifend aus einer Warenwirtschaft stammen.
  • Lager, Versand und Auftragsbearbeitung sollen enger verbunden werden.
  • laufende App- und Plattformkosten sollen überprüft werden
  • individuelle Prozesse lassen sich in Shopify nur eingeschränkt abbilden
  • B2B-, Preis- oder Kundengruppenlogiken sollen erweitert werden
  • Produktdaten sollen nicht mehr in mehreren Systemen parallel gepflegt werden

Der Wechsel ist besonders sinnvoll, wenn JTL-Wawi künftig nicht nur als ergänzendes System, sondern als führende Warenwirtschaft für Artikel, Preise, Bestände und Aufträge eingesetzt werden soll.

Der Nutzen entsteht durch die neue Systemarchitektur

Ein anderes Shopdesign allein rechtfertigt selten eine vollständige Migration. Der größere Vorteil liegt meist in der Verbindung von Warenwirtschaft, Shop, Marktplätzen, Lager und Versand.

Shopify und JTL verfolgen unterschiedliche Datenmodelle

Shopify-Daten lassen sich nicht in jedem Bereich unverändert in JTL-Wawi übernehmen.

Shopify

Produkte, Varianten, Collections, Metafelder und Apps bilden gemeinsam den bestehenden Shopprozess.

JTL-Wawi

Artikel, Variationen, Merkmale, Preise, Bestände, Kunden und Aufträge werden zentral verwaltet.

JTL-Shop

Der Shop erhält relevante Daten über den Shopabgleich und übergibt Bestellungen zurück an JTL-Wawi.

Die Migration benötigt deshalb eine fachliche Zuordnung. Ein Shopify-Metafeld kann in JTL beispielsweise als Merkmal, Attribut, Funktionsattribut, Eigenes Feld oder Bestandteil einer Beschreibung weitergeführt werden.

JTL-Wawi als führendes System definieren

Vor dem ersten Import muss klar sein, welches System künftig welche Daten verwaltet.

Typischerweise werden in JTL-Wawi gepflegt:

  • Artikelnummern
  • Produktnamen und Beschreibungen
  • Varianten
  • Preise
  • Bestände
  • Kategorien
  • Merkmale
  • Kundengruppen
  • Aufträge
  • Versandprozesse

Der neue JTL-Shop sollte anschließend aus diesen Strukturen aufgebaut werden. Weitere Informationen bietet die Seite JTL-Shop-Erstellung mit Wawi-Anbindung.

Zwei führende Systeme verursachen widersprüchliche Daten

Nach dem Wechsel darf nicht dauerhaft unklar bleiben, ob Preise, Bestände oder Produktinformationen in Shopify, JTL-Wawi oder einem weiteren System gepflegt werden.

Mit einer vollständigen Shopify-Bestandsaufnahme beginnen

Vor dem Export muss bekannt sein, welche Daten und Funktionen im Shopify-Shop tatsächlich verwendet werden.

Erfasst werden sollten:

  • Anzahl aktiver und archivierter Produkte
  • Varianten pro Produkt
  • Collections und automatische Zuordnungsregeln
  • Produktbilder und weitere Medien
  • Metafelder
  • Hersteller oder Vendor-Angaben
  • Tags
  • Kunden und Kundengruppenlogiken
  • Bestellungen
  • Rabatte und Gutscheine
  • Seiten, Blogbeiträge und Navigation
  • installierte Apps
  • bestehende URLs und Weiterleitungen

Zusätzlich muss geprüft werden, welche Shopify-Funktionen durch Apps erweitert wurden. Diese Funktionen sind häufig nicht vollständig im normalen Produkt- oder Bestellexport erkennbar.

Shopify-Apps als eigene Projektbereiche erfassen

Viele zentrale Funktionen eines Shopify-Shops stammen nicht aus dem Basissystem, sondern aus installierten Apps.

Apps können beispielsweise zuständig sein für:

  • Produktbewertungen
  • Abonnements
  • Produktkonfiguratoren
  • B2B-Funktionen
  • Rabattregeln
  • Bundles
  • Zusatzoptionen
  • Formulare
  • Versandberechnungen
  • SEO-Funktionen

Für jede App muss geklärt werden, welche fachliche Aufgabe sie erfüllt, welche Daten sie speichert und ob diese Funktion im Zielsystem weiterhin benötigt wird.

Apps werden nicht automatisch mitmigriert

Ihre Funktionen müssen in JTL-Shop durch Standardfunktionen, vorhandene Plugins, Prozessänderungen oder individuelle Erweiterungen ersetzt werden.

Shopify-Produkte vollständig exportieren

Der Shopify-Standardexport bildet nicht immer alle benötigten Daten und Beziehungen vollständig ab.

Typische Produktinformationen sind:

  • Handle
  • Produkttitel
  • Beschreibung
  • Vendor oder Hersteller
  • Produkttyp
  • Tags
  • Variantenoptionen
  • SKU
  • Barcode
  • Preis
  • Vergleichspreis
  • Gewicht
  • Bestand
  • Bild-URLs
  • Veröffentlichungsstatus

Metafelder, App-Daten, mehrsprachige Inhalte oder bestimmte Mediendaten benötigen gegebenenfalls zusätzliche Exporte.

Den unveränderten Rohdatenexport sichern

Die Shopify-Quelldaten sollten vor jeder Umwandlung archiviert werden.

Sinnvoll ist eine Trennung in:

  • unveränderten Shopify-Export
  • separaten Export der Metafelder
  • Bild- und Mediendateiliste
  • bereinigte Arbeitsdatei
  • fertige JTL-Importdateien
  • Änderungs- und Fehlerprotokoll

So bleibt nachvollziehbar, ob ein fehlerhafter Wert bereits in Shopify vorhanden war oder während der Aufbereitung entstand.

Quelldaten dürfen nie die einzige Arbeitsdatei sein

Der unveränderte Ausgangsstand wird benötigt, um Zuordnungen und spätere Abweichungen zuverlässig prüfen zu können.

SKU und Artikelnummern prüfen

Die Shopify-SKU kann als Artikelnummer in JTL-Wawi verwendet werden, wenn sie eindeutig und vollständig ist.

Vor dem Import sollte geprüft werden:

  • Besitzt jede bestellbare Variante eine SKU?
  • Sind SKUs eindeutig?
  • Gibt es führende Nullen?
  • Enthalten Werte unerwünschte Leerzeichen?
  • Existieren unterschiedliche Schreibweisen desselben Artikels?
  • Werden SKUs bereits auf Marktplätzen oder bei Lieferanten verwendet?

Fehlende oder doppelte Artikelnummern erschweren Varianten, Bilder, Bestände, Bestellungen und spätere Aktualisierungen.

Shopify-IDs nicht als alleinige Artikelkennung verwenden

Interne Produkt- und Varianten-IDs können während der Migration hilfreich sein, eignen sich aber nicht immer als langfristige Artikelnummer.

Die Migration sollte unterscheiden zwischen:

  • Shopify-Produkt-ID
  • Shopify-Varianten-ID
  • SKU beziehungsweise Artikelnummer
  • EAN oder GTIN
  • Herstellerartikelnummer

Shopify-IDs können als temporäre Zuordnungsfelder erhalten bleiben, während die betriebliche Artikelnummer in JTL-Wawi die langfristige Führung übernimmt.

Eindeutige Artikelnummern sind die Grundlage der Migration

Ohne stabile Kennungen lassen sich Produkte, Varianten, Bilder, Kategorien und spätere Aktualisierungen nicht zuverlässig verbinden.

Shopify-Varianten in JTL-Wawi überführen

Varianten benötigen eine saubere Vater-Kind-Struktur im Zielsystem.

Zu analysieren sind:

  • Optionsnamen wie Größe, Farbe oder Material
  • Optionswerte
  • SKU jeder Variante
  • EAN oder Barcode
  • abweichende Preise
  • Bestände
  • Gewichte
  • variantenabhängige Bilder
  • inaktive oder nicht verfügbare Varianten

Die Varianten müssen anschließend so aufgebaut werden, dass JTL-Wawi ihre Bestände, Preise und Aufträge eindeutig verwalten kann.

Shopify-Optionen nicht automatisch unverändert übernehmen

Historisch entstandene Optionen können uneinheitlich oder fachlich unklar sein.

Beispiele sind:

  • „Size“, „Größe“ und „Groesse“ als getrennte Optionsnamen
  • Farbangaben in mehreren Sprachen
  • Material als Variante, obwohl es nur ein Filtermerkmal ist
  • Werte mit zusätzlichen Preisangaben im Namen
  • kombinierte Werte wie „Schwarz / 40 cm“

Vor dem Import sollten Variationsnamen und Werte vereinheitlicht und bei Bedarf auf mehrere Datenfelder verteilt werden.

Variantenfehler wirken bis in Bestellung und Bestand

Eine falsche Zuordnung kann dazu führen, dass Kunden eine andere Ausführung bestellen als später in JTL-Wawi verarbeitet wird.

Produkte ohne echte Varianten erkennen

Shopify legt teilweise auch bei einfachen Produkten eine einzelne Standardvariante an.

Bei der Aufbereitung muss entschieden werden:

  • Ist das Produkt tatsächlich variantenlos?
  • Besitzt die Standardvariante eine relevante SKU?
  • Gibt es einen variantenbezogenen Bestand?
  • Sind spätere Varianten geplant?

Einfache Produkte sollten im Zielsystem nicht unnötig als komplexe Vater-Kind-Struktur angelegt werden.

Collections in JTL-Kategorien überführen

Shopify-Collections können manuell oder regelbasiert aufgebaut sein.

Zu unterscheiden sind:

  • manuell gepflegte Collections
  • automatische Collections nach Tags
  • automatische Collections nach Produkttyp
  • temporäre Kampagnen-Collections
  • SEO-relevante Landingpages

JTL-Wawi arbeitet mit festen Kategorien und Artikelzuordnungen. Automatische Shopify-Regeln müssen deshalb entweder in feste Zuordnungen umgewandelt oder künftig durch andere Prozesse abgebildet werden.

Kategoriebaum vor der Übernahme neu bewerten

Shopify-Collections entsprechen nicht immer einer sauberen hierarchischen Shopnavigation.

Geprüft werden sollten:

  • Haupt- und Unterkategorien
  • Mehrfachzuordnungen
  • temporäre Kampagnen
  • leere Collections
  • doppelte Themenbereiche
  • verständliche Kategorienamen
  • bestehende SEO-Landingpages

Ziel ist eine Struktur, die Kundenorientierung, Filter, Sortiment und bestehende Rankings gemeinsam berücksichtigt.

Collections sind nicht automatisch Kategorien

Manche Shopify-Collections dienen nur Kampagnen, Tags oder automatischen Produktlisten und sollten nicht unverändert in die Hauptnavigation übernommen werden.

Mehrfachzuordnungen vollständig erhalten

Ein Produkt kann mehreren Shopify-Collections angehören.

Die Zuordnung sollte mindestens enthalten:

  • Artikelnummer oder eindeutige Produkt-ID
  • Collection beziehungsweise Zielkategorie
  • vollständigen Kategoriepfad
  • gegebenenfalls Hauptkategorie
  • Status der Zuordnung

Der Kategoriebaum und die Artikel-Kategorie-Zuordnungen sollten als getrennte Datenbereiche aufbereitet werden.

Tags nicht ungeprüft als Merkmale importieren

Shopify-Tags können zahlreiche unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Tags werden häufig verwendet für:

  • automatische Collections
  • interne Arbeitskennzeichnungen
  • Filter
  • Kampagnen
  • App-Steuerungen
  • Produktmerkmale

Vor der Übernahme muss entschieden werden, welche Tags echte Produktinformationen darstellen und welche nur technische oder historische Steuerwerte sind.

Nicht jeder Shopify-Tag gehört in den neuen Shop

Ungeprüfte Tag-Übernahmen erzeugen schnell unverständliche Filter, interne Begriffe und doppelte Werte.

Metafelder systematisch zuordnen

Shopify-Metafelder enthalten häufig wichtige Produkt- und App-Daten.

Mögliche Inhalte sind:

  • Material
  • Maße
  • technische Daten
  • Downloads
  • Pflegehinweise
  • Zusatztexte
  • SEO-Informationen
  • App-spezifische Konfigurationen

Für jedes relevante Metafeld muss festgelegt werden, ob es in JTL-Wawi als Merkmal, Attribut, Funktionsattribut, Eigenes Feld oder Beschreibung weitergeführt wird.

Metafelder nach ihrer späteren Verwendung einordnen

Der ursprüngliche technische Speicherort sollte nicht die Zielstruktur bestimmen.

Filterwert

Kaufentscheidende Eigenschaften können als strukturierte Merkmale aufgebaut werden.

Shopsteuerung

Technische Werte können als Funktionsattribute oder andere geeignete Steuerdaten dienen.

Interne Information

Nicht öffentlich benötigte Angaben können als Eigene Felder in JTL-Wawi geführt werden.

Produktinhalt

Redaktionelle Informationen können strukturiert in Beschreibungen oder eigene Inhaltsbereiche übernommen werden.

Metafelder sind häufig der versteckte Kern einer Shopify-Migration

Werden sie nicht separat exportiert und bewertet, fehlen im neuen Shop möglicherweise wichtige Produktdetails oder Steuerinformationen.

Merkmale und Filterwerte vereinheitlichen

Filter benötigen konsistente Bezeichnungen und Werte.

Vor dem Import sollten vereinheitlicht werden:

  • Groß- und Kleinschreibung
  • Einheiten
  • Mehrfachwerte
  • Synonyme
  • Sprachen
  • leere Werte
  • Schreibfehler

Beispielsweise sollten „Edelstahl“, „edelstahl“ und „Stainless Steel“ nicht ungeprüft als drei unterschiedliche deutsche Filterwerte importiert werden.

Produktbeschreibungen und HTML bereinigen

Shopify-Beschreibungen können Formatierungen aus Themes, Page-Buildern und Apps enthalten.

Geprüft werden sollten:

  • Inline-CSS
  • Theme-spezifische Klassen
  • eingebettete App-Elemente
  • absolute interne Links
  • alte Bildpfade
  • nicht mehr benötigte Skripte
  • doppelte Überschriften
  • nicht responsive Tabellen

Der übernommene Inhalt sollte im neuen JTL-Shop unabhängig vom früheren Shopify-Theme sauber dargestellt werden.

Theme-Code gehört nicht in die neue Produktbeschreibung

Shopify-spezifische Klassen und App-Platzhalter funktionieren im JTL-Shop nicht automatisch weiter und können Darstellung oder Ladezeit beeinträchtigen.

Interne Links in Produkttexten ersetzen

Produkt- und Kategorietexte können direkt auf Shopify-URLs verweisen.

Kontrolliert werden müssen:

  • Produktlinks
  • Collection-Links
  • Bloglinks
  • Links zu Seiten
  • Bild- und Downloadpfade
  • sprachabhängige URLs

Im neuen Shop sollten interne Verlinkungen auf die endgültigen relativen URLs zeigen.

Produktbilder und Medien vollständig sichern

Bild-URLs im Shopify-Export sind noch keine vollständige lokale Medienmigration.

Berücksichtigt werden sollten:

  • Hauptbilder
  • weitere Produktbilder
  • variantenabhängige Bilder
  • Videos
  • PDF-Dateien
  • Größentabellen
  • Kategorie- und Markenbilder
  • Medien aus App- oder Metafeldinhalten

Die Dateien sollten lokal gesichert und über Artikelnummer, Bildposition und Variantenbezug dokumentiert werden.

Externe Shopify-Bild-URLs sind keine dauerhafte Zielstruktur

Nach der Migration sollten Produktmedien kontrolliert in der neuen Umgebung verwaltet und nicht dauerhaft nur aus dem bisherigen Shopify-CDN geladen werden.

Bildzuordnungen strukturiert aufbauen

Dateireihenfolge und Variantenbezug müssen erhalten bleiben.

Eine Zuordnungsdatei kann enthalten:

  • Artikelnummer
  • Shopify-Produkt-ID
  • Shopify-Varianten-ID
  • Bildposition
  • Quell-URL
  • lokaler Dateipfad
  • Variantenbezug
  • Alt-Text

Dadurch lassen sich fehlende, doppelte oder falsch zugeordnete Bilder vor dem vollständigen Import erkennen.

Preise und Vergleichspreise einordnen

Shopify kann reguläre Preise, Vergleichspreise, Märkte und App-basierte Preislogiken verwenden.

Zu prüfen sind:

  • normaler Verkaufspreis
  • Vergleichspreis
  • variantenabhängige Preise
  • Staffelpreise
  • Kundengruppenpreise
  • B2B-Preise
  • Währungen
  • länderspezifische Preisregeln
  • automatische Rabatte

Im Zielsystem muss feststehen, welche Preise künftig in JTL-Wawi gepflegt und über den Shopabgleich übertragen werden.

Rabatte und Gutscheine separat prüfen

Shopify-Rabattcodes und automatische Rabatte lassen sich nicht immer direkt in JTL-Strukturen übertragen.

Zu unterscheiden sind:

  • prozentuale Rabatte
  • feste Beträge
  • kostenloser Versand
  • Mengenaktionen
  • kundenspezifische Codes
  • App-basierte Rabattlogiken
  • noch gültige Gutscheinguthaben

Besonders offene Gutscheinguthaben müssen vor dem Wechsel erfasst und im neuen System nachvollziehbar fortgeführt werden.

Ein Rabattcode ist nicht automatisch ein übertragbares Guthaben

Aktionscodes können neu angelegt werden. Bereits bezahlte oder ausgegebene Gutscheinguthaben benötigen dagegen eine belastbare Migrations- und Nachweisstrategie.

Bestände aus Shopify nicht ungeprüft übernehmen

Der angezeigte Shopify-Bestand muss nicht dem tatsächlichen Lagerbestand entsprechen.

Vor dem Start ist zu klären:

  • Welche Shopify-Standorte existieren?
  • Gibt es externe Lager oder Fulfillmentanbieter?
  • Werden Bestände über Apps synchronisiert?
  • Existieren reservierte oder nicht verfügbare Mengen?
  • Werden Überverkäufe erlaubt?
  • Welcher Bestand ist zum Umschaltzeitpunkt verbindlich?

JTL-Wawi sollte mit einem geprüften Ausgangsbestand starten. Danach übernimmt die Warenwirtschaft die zentrale Bestandsführung.

Shopify-Standorte in JTL-Lagerstrukturen übersetzen

Mehrere Shopify-Locations entsprechen nicht automatisch eins zu eins den künftigen JTL-Lagern.

Für jeden Standort muss geklärt werden:

  • Ist es ein reales eigenes Lager?
  • Handelt es sich um einen Fulfillmentdienstleister?
  • Werden Bestände dort operativ gepflegt?
  • Soll der Bestand im Shop verkaufbar sein?
  • Wie erfolgt künftig die Synchronisation?

Bestandsmigration benötigt einen klaren Stichtag

Parallel laufende Bestandsänderungen in Shopify, Marktplätzen und Lager können sonst zu einem falschen Startbestand in JTL-Wawi führen.

Kundenmigration bewusst begrenzen

Nicht jeder historische Shopify-Kunde muss zwingend als aktives Kundenkonto übernommen werden.

Für eine Übernahme sprechen:

  • aktive Stammkunden
  • B2B-Kunden
  • individuelle Konditionen
  • gespeicherte Lieferadressen
  • betriebliche Kundenkennungen

Gegen eine vollständige Übernahme können sprechen:

  • viele inaktive oder einmalige Käufer
  • unvollständige Kundendaten
  • fehlende Einwilligungen
  • nicht übertragbare Passwörter
  • hoher Bereinigungsaufwand

Kundenpasswörter nicht als selbstverständlich übertragbar ansehen

Passwörter werden nicht im Klartext gespeichert und können nicht einfach aus einem Shopify-Export übernommen werden.

Mögliche Vorgehensweisen sind:

  • Kundenkonten übernehmen und Passwortneuvergabe anfordern
  • nur ausgewählte B2B-Konten migrieren
  • Neuregistrierung im JTL-Shop ermöglichen
  • technische Sonderlösung nur nach genauer Prüfung

Der gewählte Weg muss vor dem Go-live kommuniziert und getestet werden.

Übertragene Kundendaten bedeuten nicht automatisch einen funktionierenden Login

Kunden müssen wissen, wie sie ihr neues Konto aktivieren oder ein neues Passwort festlegen können.

Kundentags und B2B-Zuordnungen bewerten

Shopify-Tags werden häufig zur Kennzeichnung bestimmter Kundengruppen verwendet.

Zu prüfen ist:

  • Welche Tags steuern Preise oder Rabatte?
  • Welche Tags markieren B2B-Kunden?
  • Welche Werte sind nur interne Notizen?
  • Welche Kundengruppen werden in JTL benötigt?
  • Welche Prüf- oder Freigabeprozesse bestehen?

Die relevanten Kundenzuordnungen müssen in eine klare JTL-Kundengruppenstruktur überführt werden.

Bestellungen nur im benötigten Umfang übernehmen

Historische Shopify-Bestellungen enthalten zahlreiche Informationen und Sonderfälle.

Dazu gehören:

  • Produkte und Varianten
  • Rabatte
  • Steuern
  • Zahlungen
  • Erstattungen
  • Versand
  • Notizen
  • App-bezogene Zusatzdaten

Eine vollständige operative Übernahme in JTL-Wawi ist nicht in jedem Projekt wirtschaftlich sinnvoll.

Offene und historische Bestellungen trennen

Häufig reicht eine gezielte Aufteilung.

Ein möglicher Ansatz ist:

  • offene Bestellungen werden operativ übernommen oder abgeschlossen
  • laufende Retouren werden separat dokumentiert
  • historische Bestellungen bleiben in Shopify oder einem Exportarchiv
  • relevante Belege werden gesichert
  • neue Bestellungen laufen ab dem Stichtag ausschließlich über JTL

Eine vollständige Bestellhistorie kann mehr kosten als sie später nutzt

Der Migrationsumfang sollte sich danach richten, welche Daten im täglichen Betrieb, Kundenservice und für rechtliche Nachweise tatsächlich benötigt werden.

Shopify-Seiten und Blogbeiträge übernehmen

Neben Produktdaten enthält Shopify häufig wichtige Informations- und Ratgeberseiten.

Dazu gehören:

  • Über-uns-Seiten
  • Versandinformationen
  • Zahlungsinformationen
  • FAQ
  • Ratgeber
  • Blogbeiträge
  • Marken- und Landingpages
  • rechtliche Seiten

Inhalte müssen auf Shopify-spezifisches HTML, interne Links, Apps, Aktualität und die neue Seitenstruktur geprüft werden.

Navigation und Menüstruktur neu aufbauen

Shopify-Menüs sind nicht automatisch Bestandteil der Produkt- oder Collection-Daten.

Dokumentiert werden sollten:

  • Hauptnavigation
  • Untermenüs
  • Footerlinks
  • Serviceseiten
  • Blog- und Ratgeberbereiche
  • sprachabhängige Menüs

Im neuen JTL-Shop sollte die Navigation auf Basis der endgültigen Kategorien und relativen URLs neu aufgebaut werden.

Eine neue Kategorie existiert nicht automatisch in der Navigation

Kategoriebaum, Menüstruktur und interne Verlinkung sind getrennte Bereiche und müssen gemeinsam geprüft werden.

Shopify-Theme nicht als übertragbares Template betrachten

Ein Shopify-Theme kann technisch nicht direkt als JTL-Shop-Template weiterverwendet werden.

Übernommen werden können:

  • Farben
  • Schriften
  • Gestaltungsprinzipien
  • Bildsprache
  • Inhaltsstruktur
  • Markenwirkung

Die technische Umsetzung erfolgt jedoch neu auf Basis eines JTL-Shop-Templates oder Child-Templates.

Funktionen des Themes separat erfassen

Moderne Shopify-Themes enthalten häufig funktionale Bestandteile.

Dazu können gehören:

  • Produktfilter
  • Quick-View
  • Sticky Cart
  • Megamenü
  • Produkt-Tabs
  • Cross-Selling
  • Variantenbilder
  • mobile Navigation

Für jede Funktion muss geprüft werden, ob JTL-Shop oder das gewählte Template sie bereits bietet oder eine Erweiterung benötigt.

Das Design wird nachgebildet, nicht technisch kopiert

Shopify-Liquid, Theme-Sections und App-Blöcke lassen sich nicht direkt in JTL-Shop übernehmen.

Versandregeln vollständig neu konfigurieren

Shopify-Versandprofile und App-Regeln müssen im JTL-System neu abgebildet werden.

Zu berücksichtigen sind:

  • Lieferländer
  • Versandkosten nach Warenwert
  • Gewicht
  • kostenloser Versand
  • Sperrgut
  • Spedition
  • Abholung
  • Produkt- oder Versandklassen
  • Fulfillmentdienstleister

Die Konfiguration muss mit den tatsächlichen Prozessen in JTL-Wawi, Lager und Versanddienstleister übereinstimmen.

Zahlungsarten neu anbinden

Shopify Payments und weitere Shopify-Zahlungsintegrationen werden nicht durch den Produktimport übertragen.

Für den neuen Shop müssen geprüft werden:

  • PayPal
  • Kreditkarte
  • Vorkasse
  • Rechnung
  • Lastschrift
  • länderspezifische Zahlungsarten
  • Zahlungsstatus in JTL-Wawi
  • Erstattungen und Stornierungen

Jede relevante Zahlungsart benötigt vollständige Testbestellungen und eine Kontrolle der Rückmeldung an JTL-Wawi.

Zahlungs- und Versandfunktionen sind keine reinen Importdaten

Sie müssen technisch neu eingerichtet, mit realen Prozessen verbunden und vor dem Go-live getestet werden.

Shopify Markets und internationale Shops berücksichtigen

Internationale Shopify-Konfigurationen können Sprachen, Domains, Preise und Märkte kombinieren.

Zu prüfen sind:

  • aktive Sprachen
  • Sprachübersetzungen
  • länderspezifische Domains oder Verzeichnisse
  • Währungen
  • abweichende Preise
  • Steuern
  • Versandländer
  • marktbezogene Produktverfügbarkeit

Die Zielstruktur in JTL-Wawi und JTL-Shop muss vorab festgelegt werden. Nicht jede Shopify-Marktkonfiguration besitzt eine identische Entsprechung.

Übersetzungen separat exportieren

Mehrsprachige Inhalte befinden sich nicht immer vollständig im normalen Produkt-CSV-Export.

Benötigt werden können:

  • Produktnamen
  • Beschreibungen
  • Variationswerte
  • Metafelder
  • Collections
  • Seiten
  • Blogbeiträge
  • Meta-Daten

Mehrsprachigkeit muss als eigener Datenbereich geplant werden

Ein erfolgreicher deutscher Import bestätigt nicht, dass weitere Sprachen vollständig und korrekt übernommen wurden.

SEO-Daten und bestehende Rankings schützen

Shopify verwendet typische URL-Strukturen für Produkte, Collections, Seiten und Blogs.

Relevante alte URL-Bereiche sind beispielsweise:

  • Produkt-URLs
  • Collection-URLs
  • Seiten
  • Blogbeiträge
  • Tag- und Filterseiten
  • sprachabhängige URLs
  • alte Weiterleitungen

Vor dem Wechsel müssen alte und neue URLs vollständig zugeordnet werden. Die Seite SEO-Migration beschreibt die notwendigen technischen und inhaltlichen Schritte.

Shopify-Handles als Ausgangspunkt verwenden

Der Handle bildet häufig den wesentlichen Teil der alten Shopify-URL.

Für jede relevante Seite sollten dokumentiert werden:

  • vollständige alte URL
  • Seitentyp
  • Shopify-Handle
  • zugehörige Produkt- oder Kategorie-ID
  • endgültige neue relative URL
  • Weiterleitungsstatus

Produkt- und Collection-Handles allein reichen nicht, wenn frühere Apps oder Themefunktionen weitere URLs erzeugt haben.

Eine URL-Liste muss aus realen Shopify-Seiten entstehen

Nur aus Produktdaten abgeleitete Weiterleitungen übersehen häufig Blogs, Seiten, Kampagnen und bereits bestehende alte Weiterleitungen.

Alte und neue URLs fachlich zuordnen

Jede relevante alte URL benötigt ein passendes Ziel.

Sinnvolle Zuordnungen sind:

  • altes Produkt zu demselben neuen Produkt
  • alte Collection zur entsprechenden neuen Kategorie
  • entferntes Produkt zu einer passenden Alternative
  • alter Blogbeitrag zum übernommenen Ratgeber
  • nicht mehr benötigte Kampagnenseite zu einem fachlich passenden Ziel

Eine pauschale Weiterleitung aller alten Shopify-URLs auf die Startseite ist nicht sinnvoll.

Bestehende Shopify-Weiterleitungen exportieren

Shopify kann bereits Redirects aus früheren URL-Änderungen enthalten.

Diese sollten:

  • vollständig erfasst
  • mit der neuen URL-Liste zusammengeführt
  • von Weiterleitungsketten bereinigt
  • auf Schleifen geprüft
  • direkt auf das endgültige neue Ziel geführt werden

Bestehende Redirects dürfen beim Plattformwechsel nicht verloren gehen

Eine heute noch aufgerufene historische URL kann bereits in Shopify weitergeleitet werden und würde ohne Export nach dem Wechsel wieder zu einem 404-Fehler führen.

Meta-Titel und Meta-Beschreibungen übernehmen

Bestehende SEO-Daten sollten gesichert, aber nicht ungeprüft übernommen werden.

Kontrolliert werden müssen:

  • fehlende Titel
  • doppelte Meta-Titel
  • veraltete Beschreibungen
  • abgeschnittene Inhalte
  • alte Marken- oder Sortimentsbezeichnungen
  • automatisch erzeugte Texte

Die neue Struktur bietet die Möglichkeit, wichtige Kategorien und Produkte gezielt zu verbessern. Weitere Grundlagen finden Sie unter JTL-Shop-SEO.

Canonical-Tags und indexierte Varianten prüfen

Shopify kann unterschiedliche URL- und Canonical-Konstellationen erzeugen.

Vor dem Wechsel sollte bekannt sein:

  • Welche Produkt-URL ist kanonisch?
  • Existieren Collection-basierte Produktpfade?
  • Welche Filter- und Tagseiten sind indexiert?
  • Gibt es Parameter-URLs mit Suchzugriffen?
  • Welche Sprachversionen sind indexiert?

Die neue JTL-Struktur muss Suchmaschinen eindeutige Signale zu den endgültigen Seiten geben.

Nicht jede erreichbare Shopify-URL ist eine eigenständige Zielseite

Canonical-Angaben und Weiterleitungen müssen gemeinsam bewertet werden, damit keine unnötigen Duplikate oder falschen Ziele entstehen.

Interne Verlinkung im neuen JTL-Shop neu prüfen

Weiterleitungen allein ersetzen keine saubere interne Verlinkung.

Geprüft werden sollten:

  • Hauptnavigation
  • Footer
  • Produktbeschreibungen
  • Kategorietexte
  • Blogbeiträge
  • Cross-Selling
  • Marken- und Ratgeberseiten
  • Downloads

Interne Links sollten direkt auf die neuen relativen URLs zeigen und nicht dauerhaft über alte Shopify-Weiterleitungen laufen.

Sitemap und Indexierung vorbereiten

Nach dem Go-live müssen Suchmaschinen die endgültige neue Struktur schnell erkennen können.

Zu prüfen sind:

  • XML-Sitemap
  • Robots-Einstellungen
  • Canonical-Tags
  • noindex-Regeln
  • sprachabhängige URLs
  • Produkt- und Kategorieerreichbarkeit
  • Entfernung von Sperren der Testumgebung

Die Testumgebung darf nicht indexiert werden

Gleichzeitig müssen alle Schutzmaßnahmen beim produktiven Start kontrolliert entfernt oder angepasst werden.

Testimporte in mehreren Stufen durchführen

Ein vollständiger Import sollte erst erfolgen, wenn repräsentative Testdaten korrekt verarbeitet wurden.

Eine sinnvolle Reihenfolge ist:

  1. einfache Produkte importieren
  2. Variantenprodukte ergänzen
  3. Kategorien und Mehrfachzuordnungen prüfen
  4. Metafelder und Merkmale testen
  5. Bilder und Variantenbilder importieren
  6. Preise und Bestände vergleichen
  7. anschließend den vollständigen Datenbestand übernehmen

Repräsentative Shopify-Produkte auswählen

Die Testauswahl muss die unterschiedlichen Datenstrukturen des Shops abdecken.

Enthalten sein sollten:

  • einfaches Produkt
  • Produkt mit mehreren Variantenoptionen
  • Produkt mit vielen Bildern
  • Produkt mit Metafeldern
  • Produkt in mehreren Collections
  • Produkt mit Vergleichspreis
  • Produkt mit fehlender SKU
  • archiviertes oder nicht veröffentlichtes Produkt

Einfache Produkte zeigen nicht alle Migrationsprobleme

Varianten, Metafelder, Mehrfachzuordnungen und App-Daten verursachen häufig erst bei komplexeren Produkten Abweichungen.

Importdaten systematisch vergleichen

Nach jedem Testimport sollten Quell- und Zielwerte strukturiert verglichen werden.

Dazu gehören:

  • Anzahl Produkte
  • Anzahl Varianten
  • Artikelnummern
  • EANs
  • Preise
  • Bestände
  • Kategoriezuordnungen
  • Merkmale
  • Bilder
  • Beschreibungen
  • Veröffentlichungsstatus

Abweichungen werden dokumentiert und in der Importlogik korrigiert, bevor ein vollständiger Datenbestand verarbeitet wird.

Korrekturen nicht nur manuell in JTL-Wawi durchführen

Manuelle Nacharbeit kann einen Testbestand korrekt aussehen lassen, löst aber den Fehler im Importprozess nicht.

Anpassungen sollten möglichst erfolgen in:

  • der Bereinigungsdatei
  • der Feldzuordnung
  • dem Importskript
  • der zugrunde liegenden Datenregel

Dadurch kann der Import später mit aktuellen Shopify-Daten reproduzierbar wiederholt werden.

Eine Migration muss wiederholbar sein

Zwischen Testimport und Go-live verändern sich Produkte, Preise, Bestände und Bestellungen. Der Prozess muss diese Änderungen erneut übernehmen können.

Delta-Migration für den Go-live planen

Der Shopify-Shop läuft während der Projektvorbereitung normalerweise weiter.

Seit dem ersten Export können sich verändern:

  • Produkte
  • Preise
  • Bestände
  • Kunden
  • Bestellungen
  • Collections
  • Inhalte

Für den Umschaltzeitpunkt muss feststehen, welche Daten erneut exportiert und in welcher Reihenfolge aktualisiert werden.

Stichtag und Bearbeitungsstopp festlegen

Während der letzten Migration dürfen zentrale Daten nicht gleichzeitig in beiden Systemen verändert werden.

Ein zeitlich begrenzter Stopp kann notwendig sein für:

  • Produktpflege
  • Preisänderungen
  • Kategorieänderungen
  • Bestandskorrekturen
  • Kundenregistrierungen
  • Bestellungen

Umfang und Dauer sollten so klein wie möglich gehalten und vorab mit allen Beteiligten abgestimmt werden.

Der letzte Shopify-Stand muss eindeutig definiert sein

Ohne einen Stichtag können Bestellungen oder Bestandsänderungen zwischen altem und neuem System verloren gehen oder doppelt verarbeitet werden.

Shopify-Abonnements und wiederkehrende Zahlungen gesondert behandeln

Abonnementmodelle gehören zu den komplexesten Migrationsbereichen.

Zu prüfen sind:

  • welche App die Abonnements verwaltet
  • wo Zahlungsmandate gespeichert sind
  • welche Verträge aktiv sind
  • wie nächste Lieferungen geplant werden
  • ob ein Export verfügbar ist
  • ob das Zielsystem die Funktion vollständig ersetzen kann

Zahlungsmandate und aktive Vertragsbeziehungen lassen sich nicht wie normale Produktdaten behandeln. Hier ist gegebenenfalls ein eigener Übergangsprozess notwendig.

Geschenkgutscheine und Guthaben absichern

Noch nicht eingelöste Guthaben stellen eine bestehende Verpflichtung gegenüber Kunden dar.

Erfasst werden sollten:

  • Gutscheincode
  • ursprünglicher Wert
  • Restguthaben
  • Gültigkeit
  • Kunde
  • Ausgabedatum

Das Restguthaben muss im Zielsystem oder über einen dokumentierten Ersatzprozess weiterhin einlösbar bleiben.

Offene Guthaben dürfen beim Plattformwechsel nicht verschwinden

Gutscheine und bezahlte Guthaben müssen unabhängig von der technischen Shopmigration nachvollziehbar fortgeführt werden.

Bewertungen und nutzergenerierte Inhalte migrieren

Produktbewertungen werden häufig durch Shopify-Apps verwaltet.

Zu prüfen sind:

  • Exportmöglichkeit der App
  • Produktzuordnung
  • Bewertungsdatum
  • Sternebewertung
  • Text
  • Verifizierungsstatus
  • Kundenname oder anonymisierte Darstellung
  • rechtliche Grundlage der weiteren Nutzung

Das Zielsystem muss die Daten technisch und inhaltlich korrekt darstellen können.

Externe Integrationen neu anbinden

Shopify kann mit zahlreichen Marketing-, Analyse-, ERP- und Fulfillmentsystemen verbunden sein.

Erfasst werden sollten:

  • Newsletter-Systeme
  • Bewertungsplattformen
  • ERP- oder Lageranbindungen
  • Fulfillmentdienstleister
  • Preisvergleichsportale
  • Tracking- und Analysedienste
  • Produktfeeds
  • Marktplätze

Jede Integration benötigt eine Entscheidung: ersetzen, neu anbinden, abschalten oder künftig direkt über JTL steuern.

Eine Shopify-Migration betrifft das gesamte technische Umfeld

Selbst eine Funktion außerhalb des sichtbaren Shops kann von Shopify-Webhooks, Apps oder Produktfeeds abhängig sein.

Marktplatzprozesse in JTL neu ordnen

Shopify-Apps können bislang Bestände oder Produkte an Marktplätze übertragen.

Mit JTL-Wawi sollte geprüft werden:

  • welche Marktplätze künftig direkt aus JTL bedient werden
  • welche Artikelzuordnungen bestehen
  • welche Bestände übertragen werden
  • wie Aufträge zurückkommen
  • welche Preislogiken gelten
  • ob bestehende Angebote erhalten bleiben können

Einen Überblick über mögliche Verkaufskanäle bietet die Seite Shopsysteme.

Den Go-live als festen Ablauf planen

Die Umschaltung sollte nicht spontan nach dem letzten Import erfolgen.

Ein möglicher Ablauf ist:

  1. abschließende Shopify-Sicherung und Exporte erstellen
  2. Produktpflege und kritische Änderungen stoppen
  3. Delta-Import in JTL-Wawi durchführen
  4. Bestände zum Stichtag übernehmen
  5. JTL-Shop vollständig abgleichen
  6. Zahlungs- und Versanddienste aktivieren
  7. Weiterleitungen einspielen
  8. Domain oder DNS umschalten
  9. Testbestellungen durchführen
  10. Protokolle und Bestelleingänge kontrollieren

Rückfallplan vor dem Wechsel festlegen

Bei einem kritischen Problem muss bekannt sein, wie der vorherige Zustand wiederhergestellt werden kann.

Der Plan sollte enthalten:

  • Sicherung der Shopify-Daten
  • Sicherung der JTL-Umgebung
  • Dokumentation der DNS-Änderungen
  • verantwortliche Ansprechpartner
  • Abbruchkriterien
  • Umgang mit Bestellungen während des Übergangs
  • Kommunikation an Kunden und Mitarbeiter

Ein Rückfall ist nach ersten JTL-Bestellungen nicht nur technisch

Neue Aufträge, Zahlungen und Bestandsänderungen müssen bei jeder Rückfallentscheidung berücksichtigt werden.

Vollständige Testbestellungen durchführen

Produktdaten allein beweisen noch keinen funktionierenden Shopbetrieb.

Testfälle sollten umfassen:

  • Gastbestellung
  • registrierter Kunde
  • Privat- und Geschäftskunde
  • Variantenartikel
  • unterschiedliche Versandarten
  • unterschiedliche Zahlungsarten
  • Gutschein oder Rabatt
  • Auslandsbestellung
  • Bestellübernahme in JTL-Wawi
  • Zahlungs- und Versandstatus

E-Mails und Kundenkommunikation prüfen

Nach dem Plattformwechsel müssen alle automatischen Nachrichten korrekt funktionieren.

Geprüft werden sollten:

  • Bestellbestätigung
  • Zahlungsinformation
  • Versandbestätigung
  • Passwortneuvergabe
  • Kundenkontoaktivierung
  • Absender und SMTP
  • interne Links
  • mehrsprachige Vorlagen

Der Kaufprozess endet nicht mit dem Checkout

Bestellübernahme, Zahlung, E-Mail, Lager und Versand müssen als zusammenhängende Prozesskette funktionieren.

Nach dem Go-live engmaschig kontrollieren

Die ersten realen Bestellungen zeigen häufig Sonderfälle, die in Testdaten nicht enthalten waren.

Kontrolliert werden sollten:

  • Bestelleingang in JTL-Wawi
  • Zahlungsstatus
  • Versandkosten
  • Bestandsabgleich
  • Fehlerprotokolle
  • 404-Aufrufe
  • Weiterleitungen
  • Performance
  • Kundenanfragen
  • Marktplatzabgleich

Die technische Nachbetreuung kann über JTL-Support und Betreuung organisiert werden.

404-Fehler nach dem Wechsel auswerten

Auch eine umfangreiche Weiterleitungsliste kann historische oder externe Shopify-URLs übersehen.

Mögliche Quellen sind:

  • alte Newsletter
  • externe Backlinks
  • ehemalige Kampagnen
  • App-generierte URLs
  • alte Blogpfade
  • Sprachversionen
  • Bild- und Downloadlinks

Relevante Aufrufe sollten nachträglich auf passende neue Ziele weitergeleitet werden.

Die Weiterleitungsliste entwickelt sich nach dem Go-live weiter

Reale Zugriffe zeigen, welche historischen Shopify-Pfade weiterhin von Kunden und Suchmaschinen genutzt werden.

SEO-Entwicklung nach der Migration beobachten

Nach einem System- und URL-Wechsel können Rankings und Indexierung vorübergehend schwanken.

Beobachtet werden sollten:

  • indexierte Seiten
  • Weiterleitungsfehler
  • 404-Seiten
  • Rankings wichtiger Produkte und Kategorien
  • organischer Traffic
  • Sitemap-Verarbeitung
  • Canonical-Probleme
  • ausgeschlossene URLs

Technische Fehler sollten schnell korrigiert werden. Nicht jede kurzfristige Rankingbewegung erfordert jedoch sofort eine grundlegende Änderung.

Shopify nicht unmittelbar vollständig löschen

Das alte System bleibt nach dem Go-live zunächst eine wichtige Referenz.

Benötigt werden können:

  • historische Bestellungen
  • Erstattungen
  • Kundenservicefälle
  • alte Produktdaten
  • App-Daten
  • Gutscheine
  • Abonnements
  • Vergleich alter Inhalte

Erst wenn Aufbewahrung, Exporte und offene Prozesse vollständig geklärt sind, sollte die Shopify-Umgebung endgültig beendet werden.

Abschalten und Löschen sind zwei unterschiedliche Schritte

Der öffentliche Verkauf kann beendet werden, während historische Daten für einen definierten Zeitraum weiterhin geschützt verfügbar bleiben.

Typische Fehler bei einer Shopify-zu-JTL-Migration

Viele Probleme entstehen, wenn die Migration nur als CSV-Import betrachtet wird.

Nur Standard-CSV verwenden

Metafelder, App-Daten, Übersetzungen und weitere Beziehungen fehlen.

SKUs nicht prüfen

Varianten ohne eindeutige Artikelnummern können nicht zuverlässig zugeordnet werden.

Collections direkt kopieren

Kampagnen- und Regel-Collections werden ungeprüft zu dauerhaften Kategorien.

Tags als Merkmale übernehmen

Interne App- und Kampagnenwerte erscheinen als unverständliche Filter.

Apps vergessen

Bewertungen, Bundles, Formulare oder B2B-Funktionen fehlen im neuen Shop.

Bild-URLs nicht sichern

Medien bleiben nur extern verknüpft oder Variantenbilder werden falsch zugeordnet.

SEO erst nach dem Wechsel planen

Alte Produkt-, Collection- und Blog-URLs führen beim Go-live auf Fehlerseiten.

Keine Delta-Migration

Änderungen zwischen Testexport und Umschaltung fehlen im JTL-System.

Shopify sofort kündigen

Historische Bestellungen, Gutscheine und App-Daten stehen nicht mehr ausreichend zur Verfügung.

Eine sinnvolle Reihenfolge für die Shopify-Migration

Daten, Technik, Prozesse und SEO sollten schrittweise vorbereitet werden.

1

Shopify vollständig analysieren

Produkte, Varianten, Collections, Metafelder, Apps, Kunden, Bestellungen und URLs werden dokumentiert.

2

JTL-Zielstruktur definieren

Artikel, Kategorien, Merkmale, Lager, Preise, Kundengruppen und Shopfunktionen werden geplant.

3

Daten aufbereiten und testen

Exporte werden bereinigt, zugeordnet, schrittweise importiert und mit Shopify verglichen.

4

SEO und Go-live absichern

Weiterleitungen, Delta-Import, Bestelltests, Umschaltung und Nachkontrolle werden vorbereitet.

Welche Unterlagen für eine erste Migrationsanalyse benötigt werden

Je vollständiger die Ausgangsdaten sind, desto belastbarer lässt sich Aufwand und Risiko einschätzen.

Hilfreich sind:

  • Shopify-Shopzugang oder geeignete Exporte
  • Produkt- und Variantenexport
  • Metafelder
  • Liste installierter Apps
  • Collection-Struktur
  • Kunden- und Bestellumfang
  • aktive Sprachen und Märkte
  • Versand- und Zahlungsarten
  • Domains und URL-Struktur
  • gewünschte JTL-Komponenten
  • bestehende Marktplatz- und Fulfillmentanbindungen

Wie Faymax Consulting Shopify zu JTL migriert

Faymax Consulting betrachtet Datenübernahme, JTL-Wawi, JTL-Shop, Prozesse und SEO als zusammenhängendes Projekt.

Die Leistungen können umfassen:

  • Analyse des Shopify-Shops und der installierten Apps
  • Export von Produkten, Varianten und Metafeldern
  • Bereinigung und Vereinheitlichung der Artikeldaten
  • Planung der JTL-Wawi-Struktur
  • Aufbau von Kategorien, Merkmalen und Kundengruppen
  • Übernahme und Zuordnung von Produktbildern
  • Einrichtung von JTL-Shop und Shopabgleich
  • Neuanbindung von Versand und Zahlung
  • Erstellung und Prüfung von Weiterleitungen
  • Testbestellungen und Go-live-Begleitung
  • Kontrolle nach der Umschaltung

Shopify-Sonderfunktionen werden einzeln bewertet. Nur tatsächlich benötigte Prozesse werden im neuen System durch JTL-Standardfunktionen, vorhandene Erweiterungen oder individuelle Lösungen ersetzt.

Weitere Informationen zur Ausgangsplattform finden Sie unter Shopify-Beratung. Einen Überblick über weitere unterstützte Systeme bietet Shopsysteme.

Häufige Fragen zur Migration von Shopify zu JTL

Können Shopify-Produkte vollständig in JTL-Wawi übernommen werden?

Produkte und Varianten können übernommen werden. Metafelder, Collections, Tags, Bilder und App-Daten müssen jedoch gesondert analysiert und passenden JTL-Strukturen zugeordnet werden.

Werden Shopify-Apps automatisch in JTL-Shop übernommen?

Nein. Die fachliche Funktion jeder App muss geprüft und im Zielsystem durch Standardfunktionen, vorhandene Plugins oder eine individuelle Entwicklung ersetzt werden.

Können Shopify-Kundenpasswörter migriert werden?

Normalerweise nicht direkt über einen Standardexport. Häufig werden Kundenkonten übernommen und die Kunden anschließend zur Vergabe eines neuen Passworts aufgefordert.

Bleiben bestehende Google-Rankings erhalten?

Rankings können geschützt werden, wenn alte und neue URLs vollständig zugeordnet, korrekt weitergeleitet und nach dem Go-live überwacht werden. Eine Garantie für unveränderte Positionen gibt es dennoch nicht.

Übernimmt Faymax Consulting vollständige Shopify-Migrationen?

Ja. Faymax Consulting analysiert Shopify-Daten und Apps, baut die JTL-Struktur auf und begleitet Datenübernahme, SEO-Migration, Tests und den produktiven Wechsel.

Shopify kontrolliert durch JTL-Wawi und JTL-Shop ersetzen

Faymax Consulting analysiert Ihren Shopify-Shop, bereitet Produkte, Varianten, Metafelder und Bilder für JTL auf und begleitet Weiterleitungen, Testbestellungen und den vollständigen Systemwechsel.