Viele SEO-Signale entstehen bereits in JTL-Wawi
Ein JTL-Shop übernimmt einen großen Teil seiner Produktinformationen direkt aus JTL-Wawi. Artikelnamen, Beschreibungen, Merkmale, Varianten, Hersteller, Bilder und Kategoriezuordnungen sind deshalb nicht nur Stammdaten für die Warenwirtschaft. Sie beeinflussen gleichzeitig Produktseiten, Kategorieseiten, Filter, interne Verlinkungen und die maschinelle Einordnung des Sortiments.
Werden diese Daten uneinheitlich, unvollständig oder ohne klare Struktur gepflegt, können selbst technisch saubere Shopseiten an Sichtbarkeit verlieren. Gute SEO beginnt deshalb nicht ausschließlich im Shop-Backend, sondern bereits bei der Datenqualität in JTL-Wawi.
Warum Produktdaten für die Sichtbarkeit entscheidend sind
Suchmaschinen bewerten nicht nur den sichtbaren Fließtext einer Produktseite. Sie analysieren auch Bezeichnungen, Kategorien, Varianten, Merkmale, Bilder, strukturierte Daten und die Verbindung zu anderen Seiten.
In einem JTL-Shop werden viele dieser Informationen automatisch aus JTL-Wawi übertragen. Das bedeutet: Fehlerhafte oder unklare Stammdaten wirken sich nicht nur auf die interne Verwaltung aus, sondern direkt auf die Darstellung und Verständlichkeit des Shops.
Ein unsauberer Artikelname kann die Produktseite schwächen. Fehlende Merkmale begrenzen Filtermöglichkeiten. Falsche Kategoriezuordnungen verschlechtern die interne Struktur. Unvollständige Varianten erschweren die Produktauswahl und können zusätzliche ähnliche Seiten erzeugen.
Eine nachhaltige SEO-Optimierung für JTL-Shops muss deshalb immer prüfen, welche Daten aus JTL-Wawi stammen und ob diese Daten für Kunden, Suchmaschinen und Marktplätze eindeutig genug sind.
Der JTL-Shop kann nur mit den Daten arbeiten, die ihm bereitgestellt werden
Ein modernes Template oder ein guter Kategorietext kann mangelhafte Produktdaten nur begrenzt ausgleichen. Wenn Artikelnamen, Attribute, Varianten oder Bilder unvollständig sind, fehlen dem Shop wichtige Grundlagen für Navigation, Filterung und Suchmaschinenoptimierung.
Die Qualität der sichtbaren Shopseiten beginnt deshalb bei der strukturierten Pflege der Stammdaten.
Welche Produktdaten aus JTL-Wawi SEO beeinflussen
Nicht jedes Datenfeld besitzt dieselbe Wirkung. Einige Informationen beeinflussen einzelne Produktseiten, andere wirken auf ganze Kategorien und Sortimentsbereiche.
Artikelname
Der Artikelname bildet häufig die Grundlage für Produkttitel, Überschriften, interne Suche und Marktplatzbezeichnungen. Er sollte Produktart, Modell und entscheidende Unterschiede klar benennen.
Kurzbeschreibung
Die Kurzbeschreibung unterstützt die schnelle Einordnung eines Produkts und kann je nach Template in Listenansichten oder im sichtbaren Bereich der Produktseite erscheinen.
Produktbeschreibung
Die ausführliche Beschreibung erklärt Eigenschaften, Einsatzbereiche, Unterschiede und Nutzen. Sie sollte eigenständig sein und nicht nur Herstellerangaben wiederholen.
Merkmale
Merkmale ermöglichen Filter, schaffen thematische Verbindungen und helfen dabei, Produkte nach nachvollziehbaren Eigenschaften zu gruppieren.
Attribute
Attribute können zusätzliche technische oder organisatorische Informationen steuern. Ihre SEO-Wirkung hängt davon ab, ob sie im Shop sichtbar oder für bestimmte Funktionen genutzt werden.
Kategoriezuordnung
Kategorien bestimmen, in welchem thematischen Umfeld ein Produkt erscheint und welche Seiten durch das Sortiment gestärkt werden.
Hersteller
Einheitliche Herstellerdaten helfen bei Markenbezügen, Herstellerseiten, Filtern und der klaren Zuordnung von Produkten.
Varianten
Varianten müssen eindeutig benannt und technisch sauber aufgebaut sein. Unklare Variantenwerte erschweren Produktauswahl und Datenverarbeitung.
Bilder
Bildqualität, Dateinamen, Zuordnung und Alt-Texte beeinflussen Nutzererfahrung, Produkterkennung und die Bildersuche.
Metaangaben
Individuelle Metatitel und Metabeschreibungen können die Darstellung in den Suchergebnissen verbessern, sofern sie eindeutig und passend gepflegt werden.
Artikelnummer und EAN
Eindeutige Identifikatoren helfen bei Datenabgleichen, Marktplätzen, Feeds und der technischen Zuordnung von Produkten.
Maße, Gewicht und Einheiten
Einheitlich gepflegte technische Daten unterstützen Filter, Versandprozesse, strukturierte Produktinformationen und Vergleiche.
Der Artikelname muss Produkt und Suchintention verständlich verbinden
Ein Artikelname sollte nicht nur intern eindeutig sein. Er muss auch für Kunden verständlich beschreiben, um welches Produkt es sich handelt.
Zu kurze Bezeichnungen wie „Modell 200 Schwarz“ liefern wenig Kontext. Zu lange Namen mit jeder technischen Eigenschaft wirken dagegen unübersichtlich und können in Listenansichten oder Suchergebnissen abgeschnitten werden.
Ein sinnvoller Artikelname enthält typischerweise:
- die eindeutige Produktart
- den Hersteller oder die Marke, sofern relevant
- die Serie oder das Modell
- eine entscheidende Variante oder Größe
- ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal
Die genaue Reihenfolge hängt vom Sortiment und dem Suchverhalten ab. Entscheidend ist, dass ähnliche Produkte nach einer einheitlichen Logik benannt werden.
Produktbeschreibungen müssen über Herstellerdaten hinausgehen
Herstellertexte sind häufig sachlich korrekt, aber nicht exklusiv. Werden identische Beschreibungen von zahlreichen Händlern verwendet, entsteht kaum ein eigener inhaltlicher Mehrwert.
Eine gute Produktbeschreibung sollte deshalb nicht nur technische Eigenschaften auflisten. Sie sollte erklären:
- für welchen Einsatz das Produkt geeignet ist
- welche Probleme es löst
- worin es sich von ähnlichen Modellen unterscheidet
- welche Größen, Varianten oder Materialien verfügbar sind
- welche Voraussetzungen bei der Nutzung beachtet werden müssen
- welches Zubehör oder welche Ergänzungen sinnvoll sind
Dabei muss nicht jeder Artikel einen extrem langen Text erhalten. Umfang und Tiefe sollten zum Produkt, zur Nachfrage und zur Erklärungsbedürftigkeit passen.
Merkmale strukturieren Produkte und das gesamte Sortiment
Merkmale sind weit mehr als zusätzliche Informationen auf der Produktseite. Sie können Kategorien differenzieren, Filter ermöglichen und thematische Beziehungen zwischen Artikeln schaffen.
Typische Merkmale sind:
- Material
- Farbe
- Größe
- Einsatzbereich
- Kompatibilität
- Leistung
- Form
- Ausführung
- Zulassung
- technische Eigenschaften
Besonders wichtig ist eine einheitliche Schreibweise. Werte wie „schwarz“, „Schwarz“ und „black“ dürfen nicht versehentlich als drei unterschiedliche Ausprägungen behandelt werden.
Ebenso problematisch sind vermischte Werte wie „Schwarz, Leder, 15 Zoll“, wenn diese eigentlich in drei separate Merkmale gehören. Eine saubere Trennung verbessert Filter, Exporte und die Wiederverwendbarkeit der Daten.
Merkmale und Attribute erfüllen unterschiedliche Aufgaben
In JTL-Wawi werden Merkmale und Attribute häufig verwechselt. Beide können wichtige Informationen enthalten, erfüllen aber nicht automatisch dieselbe Funktion.
Merkmale
Merkmale beschreiben Produkteigenschaften und eignen sich besonders für Filter, sichtbare Produktinformationen und strukturierte Sortimentsmerkmale.
Attribute
Attribute werden häufig für technische Steuerungen, individuelle Shopfunktionen, Marktplatzinformationen oder interne Prozesse verwendet.
Sichtbarkeit prüfen
Nur weil ein Wert in JTL-Wawi vorhanden ist, wird er nicht automatisch sinnvoll im Shop ausgegeben. Die Darstellung muss im Template oder in der Shopkonfiguration berücksichtigt werden.
Vor der Datenpflege sollte deshalb festgelegt werden, welche Informationen Kunden sehen sollen, welche als Filter dienen und welche ausschließlich technische Prozesse steuern.
Unstrukturierte Daten lassen sich später nur mit hohem Aufwand korrigieren
Werden Merkmale, Attribute und Freitexte über Jahre ohne verbindliche Regeln gepflegt, entstehen unterschiedliche Schreibweisen, doppelte Werte und schwer nutzbare Sammelfelder.
Je mehr Produkte, Marktplätze und Schnittstellen ein Unternehmen nutzt, desto größer wird die Auswirkung dieser Unordnung.
Kategoriezuordnungen bestimmen das thematische Umfeld
Ein Produkt kann in JTL-Wawi mehreren Kategorien zugeordnet werden. Diese Flexibilität ist hilfreich, kann aber bei unkontrollierter Nutzung zu unklaren Strukturen führen.
Kategorien sollten nicht nur aus internen organisatorischen Gründen entstehen. Jede sichtbare Shopkategorie benötigt eine klare Funktion für Kunden und Suchmaschinen.
Eine sinnvolle Zuordnung berücksichtigt:
- die tatsächliche Produktart
- den Einsatzbereich
- das Suchverhalten der Kunden
- eine nachvollziehbare Hierarchie
- ausreichend relevante Produkte
- die Abgrenzung zu ähnlichen Kategorien
Werden Produkte wahllos in sehr viele Kategorien aufgenommen, können mehrere Seiten nahezu dasselbe Sortiment zeigen. Das erhöht die Gefahr interner Konkurrenz und schwacher Kategorieseiten.
Wie Kategorien zusätzlich durch Inhalte und interne Verlinkung gestärkt werden, erklärt der Beitrag JTL-Shop-Kategorien für SEO stärken.
Varianten müssen eindeutig und konsistent aufgebaut sein
Varianten erleichtern die Produktauswahl, können aber bei schlechter Datenpflege zu unverständlichen Bezeichnungen und technischen Problemen führen.
Typische Fehler sind:
- uneinheitliche Variantenwerte wie S, Small und Größe S
- fehlende Zuordnung von Bildern zu Varianten
- unvollständige Kombinationen
- unterschiedliche Reihenfolgen bei ähnlichen Produkten
- Merkmale werden fälschlich als Varianten gepflegt
- Varianten werden als einzelne, nahezu identische Artikel angelegt
Neben der Datenpflege muss auch geklärt werden, wie Varianten und Filter im Shop indexiert werden. Der Beitrag Varianten, Filter und Merkmale im JTL-Shop SEO-richtig einsetzen behandelt diese technische SEO-Frage ausführlich.
Herstellerdaten schaffen zusätzliche Struktur
Hersteller sollten einheitlich und eindeutig gepflegt werden. Unterschiedliche Schreibweisen führen zu getrennten Zuordnungen und erschweren Herstellerseiten, Filter und Exporte.
Beispielsweise dürfen Varianten wie „Bosch“, „Robert Bosch GmbH“ und „BOSCH“ nicht unbeabsichtigt als unterschiedliche Hersteller entstehen, wenn sie dieselbe Marke bezeichnen.
Herstellerinformationen können zusätzlich für folgende Bereiche relevant sein:
- Herstellerseiten im Shop
- Markenfilter
- strukturierte Produktdaten
- Google Shopping
- Marktplatzangebote
- rechtliche Herstellerangaben
- interne Suche
Produktbilder beeinflussen mehr als die Optik
Gute Bilder verbessern nicht nur die Conversion. Sie helfen Kunden und Suchmaschinen dabei, Produkte eindeutig zu erkennen und zu unterscheiden.
Wichtige Qualitätsmerkmale sind:
- ausreichende Auflösung
- einheitliche Bildformate
- korrekte Zuordnung zum Artikel
- passende Variantenbilder
- mehrere sinnvolle Perspektiven
- verständliche Alt-Texte
- keine unnötigen Dubletten
- performante Dateigrößen
Dateinamen allein erzeugen keine starken Rankings, sollten aber dennoch verständlich und dauerhaft nutzbar sein. Wesentlich wichtiger sind die richtige Zuordnung, sichtbare Qualität und der inhaltliche Zusammenhang der Bilder.
Metaangaben sollten nicht unkontrolliert aus Artikelnamen entstehen
Automatisch erzeugte Metatitel können bei großen Sortimenten eine sinnvolle Grundlage bilden. Ohne Regeln entstehen jedoch schnell Wiederholungen, abgeschnittene Titel oder zu ähnliche Suchergebnisse.
Besonders wichtig ist die Kontrolle bei:
- sehr langen Artikelnamen
- vielen ähnlichen Varianten
- Produkten mit Modellnummern
- mehrsprachigen Shops
- Hersteller- und Eigenmarken
- Artikeln mit nahezu identischen Bezeichnungen
Individuelle Metadaten sind vor allem für wichtige Produkte, Kategorien und stark nachgefragte Seiten sinnvoll. Bei großen Sortimenten sollten automatisierte Regeln mit manueller Qualitätskontrolle kombiniert werden.
Produktdaten beeinflussen auch Kategorien und interne Verlinkungen
Schlechte Produktdaten schwächen nicht nur Produktseiten. Sie wirken sich auf ganze Kategorieseiten und Filterstrukturen aus.
Fehlen Merkmale, können Kunden Produkte schlechter filtern. Sind Artikel falsch kategorisiert, zeigen Kategorien ein unpassendes Sortiment. Sind Namen uneinheitlich, wird die interne Suche unzuverlässiger.
Auch automatisierte Produktempfehlungen, Cross-Selling und verwandte Artikel hängen von brauchbaren Daten und Zuordnungen ab. Damit beeinflusst die Datenqualität zugleich Navigation, Nutzerführung und interne Linkstruktur.
Warum interne Links für die thematische Einordnung wichtig sind, zeigt der Beitrag Interne Verlinkung im JTL-Shop.
Warum gute Produktdaten auch für KI-Systeme wichtig sind
Suchmaschinen und KI-Systeme müssen erkennen, welche Produkte ein Unternehmen anbietet, für wen sie geeignet sind und wie sie sich voneinander unterscheiden.
Einheitliche Bezeichnungen, klare Merkmale, nachvollziehbare Kategorien und ergänzende Ratgeber erleichtern diese Einordnung. Unstrukturierte Daten und widersprüchliche Begriffe erschweren dagegen das Verständnis des Sortiments.
Der Beitrag Wie Google das Sortiment eines Onlineshops versteht erklärt, wie Kategorien, Produkte und Inhalte gemeinsam ein thematisches Gesamtbild erzeugen.
Ergänzend zeigt Warum Ratgeber und Themencluster für KI-Systeme wichtig sind, weshalb reine Produktdaten nicht alle Fragen rund um ein Sortiment beantworten können.
Dieselben Daten werden auf Marktplätzen anders benötigt
Produktdaten aus JTL-Wawi können als gemeinsame Grundlage für den eigenen Shop und mehrere Marktplätze dienen. Die Plattformen erwarten jedoch unterschiedliche Felder, Kategorien und Pflichtangaben.
Ein einheitlicher Datenstamm sollte deshalb zwischen gemeinsamen Basisdaten und plattformspezifischen Informationen unterscheiden.
Gemeinsame Basisdaten
Artikelnummer, EAN, Hersteller, Produktart, Grundmerkmale, Maße, Gewicht, Bilder und technische Eigenschaften sollten zentral gepflegt werden.
Shop-spezifische Inhalte
Produktbeschreibung, interne Verlinkung, Ratgeberbezüge, Kategorien und SEO-Metadaten werden auf den eigenen Shop abgestimmt.
Marktplatz-spezifische Felder
Plattformkategorien, Pflichtattribute, Titelgrenzen, Angebotsvorlagen und weitere Vorgaben müssen je Marktplatz berücksichtigt werden.
Der Beitrag Marktplatz-Artikeloptimierung mit JTL erläutert, weshalb technische Übertragung allein nicht für gute Angebote ausreicht.
Wie Produktdaten für mehrere Kanäle vorbereitet werden, behandeln wir außerdem im geplanten Beitrag Produktdaten für Shop und Marktplätze zentral vorbereiten.
Ein zentraler Datenstamm bedeutet nicht identische Inhalte auf allen Kanälen
Grunddaten sollten möglichst einheitlich gepflegt werden. Titel, Beschreibungen, Kategorien und Pflichtfelder müssen jedoch an den jeweiligen Verkaufskanal angepasst werden.
Ziel ist nicht die ungeprüfte Wiederverwendung sämtlicher Texte, sondern eine saubere Basis mit kontrollierten kanalbezogenen Erweiterungen.
Typische Fehler bei Produktdaten in JTL-Wawi
Viele Datenprobleme entstehen schrittweise. Einzelne Mitarbeiter, Lieferantenimporte und unterschiedliche Anforderungen erzeugen mit der Zeit inkonsistente Strukturen.
Uneinheitliche Schreibweisen
Marken, Materialien, Farben und Größen werden mehrfach in unterschiedlichen Varianten angelegt.
Sammelfelder statt klarer Werte
Mehrere Eigenschaften werden in einem einzigen Attribut oder Beschreibungstext zusammengefasst.
Lieferantentexte unverändert übernehmen
Produkte erhalten austauschbare Beschreibungen ohne eigene Einordnung oder Nutzenargumentation.
Kategorien nach interner Logik
Die Struktur orientiert sich an Einkauf oder Lager, aber nicht an Suchverhalten und Produktauswahl.
Merkmale ohne verbindliche Regeln
Werte werden spontan angelegt und später kaum noch sinnvoll zusammengeführt.
Fehlende Qualitätskontrolle
Importe werden technisch abgeschlossen, aber nicht auf Vollständigkeit und Konsistenz geprüft.
So sollte die Datenoptimierung priorisiert werden
Bei großen Sortimenten ist es selten sinnvoll, sämtliche Artikel gleichzeitig vollständig zu überarbeiten. Besser ist eine strukturierte Priorisierung.
Wichtige Kategorien auswählen
Zuerst werden Sortimentsbereiche mit Umsatz, Nachfrage oder hohem strategischem Wert ausgewählt.
Datenfelder definieren
Für jede Produktart wird festgelegt, welche Merkmale, Attribute, Texte und Bilder erforderlich sind.
Werte vereinheitlichen
Schreibweisen, Einheiten, Hersteller, Farben und technische Begriffe werden bereinigt.
Ergebnisse kontrollieren
Shopdarstellung, Filter, Kategorien, Exporte und Marktplatzdaten werden nach der Übertragung geprüft.
Lieferantendaten müssen vor dem Import vereinheitlicht werden
Lieferanten stellen Daten häufig in unterschiedlichen CSV-, Excel- oder XML-Strukturen bereit. Werden diese Dateien ungeprüft importiert, übertragen sich Fehler und uneinheitliche Formate direkt in JTL-Wawi.
Typische Probleme sind:
- abweichende Spaltenbezeichnungen
- unterschiedliche Einheiten
- fehlerhafte Zeichensätze
- mehrere Werte in einem Feld
- uneinheitliche Kategoriepfade
- unterschiedliche Bildpfade
- fehlende Pflichtangaben
- abweichende Preisformate
Wie solche Ausgangsdaten strukturiert werden können, behandelt der geplante Beitrag Lieferantendaten für JTL-Wawi vereinheitlichen.
Bei technischen Importproblemen hilft außerdem der bestehende Ratgeber JTL-Ameise Import- und Exportfehler vermeiden.
Automatisierung benötigt vorher definierte Datenregeln
Viele wiederkehrende Aufgaben lassen sich mit JTL-Workflows, PowerShell, Python, SQL oder individuellen Tools automatisieren. Automatisierung kann aber nur Regeln ausführen, die zuvor eindeutig festgelegt wurden.
Sind Produktnamen, Merkmale oder Kategorien uneinheitlich, beschleunigt eine Automatisierung unter Umständen nur die Verbreitung der Fehler.
Vor einer technischen Umsetzung müssen deshalb folgende Fragen beantwortet werden:
- Welche Quelle ist für jedes Datenfeld verbindlich?
- Wie werden fehlende Werte behandelt?
- Welche Einheiten und Schreibweisen gelten?
- Wie werden Dubletten erkannt?
- Welche Daten dürfen überschrieben werden?
- Welche Ergebnisse müssen manuell kontrolliert werden?
Für wiederkehrende Aufbereitungen bietet Faymax Consulting individuelle Automatisierungen mit Python, BAT und JTL.
Woran sich gute Produktdaten erkennen lassen
Gute Daten sind nicht möglichst umfangreich, sondern vollständig, konsistent, verständlich und für mehrere Prozesse nutzbar.
- Ähnliche Produkte folgen derselben Benennungslogik.
- Merkmale werden nicht mehrfach unter verschiedenen Namen angelegt.
- Einheiten und Zahlenformate sind einheitlich.
- Kategorien besitzen eine klare fachliche Abgrenzung.
- Variantenwerte sind vollständig und verständlich.
- Bilder sind korrekt zugeordnet.
- Hersteller und Marken werden einheitlich geschrieben.
- Beschreibungen erklären Nutzen und Unterschiede.
- Pflichtfelder für Shop und Marktplätze sind berücksichtigt.
- Importe können nachvollziehbar kontrolliert werden.
Wann eine professionelle Datenanalyse sinnvoll ist
Externe Unterstützung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Daten aus mehreren Quellen zusammengeführt oder über Jahre unterschiedlich gepflegt wurden.
- Filter liefern unvollständige oder widersprüchliche Ergebnisse.
- Ähnliche Merkmale und Werte existieren mehrfach.
- Lieferantenimporte müssen regelmäßig manuell korrigiert werden.
- Produkte sind falschen oder zu vielen Kategorien zugeordnet.
- Marktplätze melden fehlende Pflichtattribute.
- Produktnamen und Beschreibungen folgen keiner einheitlichen Struktur.
- Eine Migration oder ein neuer JTL-Shop steht bevor.
- Daten sollen automatisiert verarbeitet werden.
Bei einer Migration sollten Datenprobleme möglichst vor der Übernahme bereinigt werden. Der Beitrag Daten vor einer JTL-Migration bereinigen zeigt, welche Bereiche dabei besonders wichtig sind.
Datenqualität ist eine gemeinsame Grundlage für SEO, Marktplätze und Prozesse
Saubere Produktdaten verbessern nicht nur Suchmaschinenrankings. Sie erleichtern Filter, Importe, Exporte, Marktplatzangebote, Preissteuerung, Automatisierungen und die tägliche Artikelpflege.
Die Investition in eine klare Datenstruktur wirkt deshalb auf mehrere Unternehmensbereiche gleichzeitig.
Wie Faymax Consulting Produktdaten für JTL optimiert
Faymax Consulting unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Bereinigung und strukturierten Aufbereitung von Produktdaten in JTL-Wawi und den angebundenen Verkaufskanälen.
- Analyse bestehender Artikel- und Kategoriestrukturen
- Definition einheitlicher Merkmale und Werte
- Bereinigung von Lieferanten- und Importdaten
- Optimierung von Artikelnamen und Beschreibungen
- Prüfung von Varianten und Kategoriezuordnungen
- Aufbereitung von Bildern und Medienpfaden
- Vorbereitung für JTL-Shop und Marktplätze
- Automatisierung wiederkehrender Datenprozesse
- Qualitätskontrolle nach Importen und Migrationen
Die Umsetzung kann mit einer Optimierung der E-Commerce-Prozesse, einer SEO-Analyse oder der Artikeloptimierung für Marktplätze verbunden werden.
Häufige Fragen zu JTL-Wawi Produktdaten und SEO
Beeinflussen Produktdaten aus JTL-Wawi direkt die SEO?
Ja. Artikelnamen, Beschreibungen, Merkmale, Kategorien, Varianten und Bilder werden im JTL-Shop verwendet und beeinflussen dadurch Produktseiten, Filter, interne Verlinkungen und die thematische Einordnung.
Sind Merkmale oder Attribute wichtiger für den JTL-Shop?
Das hängt von der gewünschten Funktion ab. Merkmale eignen sich häufig für sichtbare Produkteigenschaften und Filter. Attribute werden oft für technische Steuerungen oder zusätzliche Informationen genutzt.
Müssen alle Produktbeschreibungen individuell sein?
Wichtige und erklärungsbedürftige Produkte sollten eigenständige Inhalte besitzen. Bei großen Sortimenten kann eine strukturierte Kombination aus Basisdaten, Vorlagen und manueller Optimierung sinnvoll sein.
Können dieselben Produktdaten für Shop und Marktplätze genutzt werden?
Gemeinsame Basisdaten können zentral gepflegt werden. Titel, Kategorien, Pflichtattribute und Beschreibungen müssen jedoch häufig an die Anforderungen des jeweiligen Kanals angepasst werden.
Wann sollten Produktdaten vor einer Migration bereinigt werden?
Möglichst vor dem Import in das neue System. So werden Dubletten, falsche Werte und uneinheitliche Strukturen nicht in die neue JTL-Umgebung übernommen.
Produktdaten als stabile Grundlage für Shop und Marktplätze
Faymax Consulting analysiert und strukturiert Produktdaten aus JTL-Wawi für bessere Kategorien, Filter, SEO, Marktplatzangebote und automatisierte Prozesse.